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Heilige Lucia Prozession in SyrakusDie Prozession der hl. Luzia in Syrakus ist, gemeinsam mit dem Fest der. hl. Agatha in Catania und der hl. Rosalia in Palermo, eine der ältesten religiösen Traditionen Siziliens. Gläubige, aber auch Touristen wohnen dem Fest bei, das seit Jahrhunderten am 13. Dezember, dem Tag des Martyriums der Heiligen, gefeiert wird.
Vor der Kalenderreform entsprach der 13. Dezember dem kürzesten Tag des Jahres. Die Heilige wird auch mit dem Licht in Verbindung gebracht. Sie ist auch die Beschützerin der Augen und Schutzpatronin der Stadt Syrakus.
Die hl. Luzia lebte im 3.Jh. in Syrakus, wo sie von den Römern verfolgt und getötet wurde.

Das Fest der hl. Luzia daürt mehrere Tage und erreicht seinen Höhepunkt am 13. Dezember. Am frühen Nachmittag wird die Silberstatue der hl. Luzia, die in der Kathedrale von Syrakus aufbewahrt wird, von der Brüderschaft der Träger übernommen und aus der Kirche getragen, wo die Prozession beginnt, die bis in den Abend dauert. Es handelt sich um eine Silberstatue aus dem Jahr 1599. Die Statue wird auf den Schultern von der Brüderschaft der"grünen Kappen" getragen, so genannt auf Grund ihrer typischen Prozession in SyrakusKopfbedeckungen. In alten Zeiten war es die Brüderschaft der Schreiner, aber heute werden alle zugelassen und seit einigen Jahren auch Frauen, die die Aufgabe haben die Reliquie der Heiligen zu tragen.
Der Domplatz ist mit einer unglaublichen Menschenmenge gefüllt und in dem Augenblick, in dem die Statue aus der Kirche getragen wird, etwa um 15 Uhr, wird sie von einem Feuerwerk begleitet. Dann, langsam und von der Menschenmenge begleitet, beginnt die Prozession in Richtung der Aretusaquelle. In der Mitte des Festzugs befindet sich der Bischof und der Bürgermeister, umringt von Carabinieri in Galauniform. Zum Festzug gehören auch der Reliquienschrein und die Senatskutsche.
Der Schrein ist aus Silber und stammt aus dem 17. Jh.. Darin befindet sich die Speiche der hl. Luzia. Der Rest ihres Körpers ist in Venedig aufbewahrt. Die Prozession schreitet sehr langsam voran, bleibt immer wieder stehen und während dieser Pausen nähern sich die Gläubigen, um die Statue zu berühren und von ihren Kindern berühren zu lassen.
hl. Luzia Prozession in SyrakusNachdem die Prozession den Aretusabrunnen hinter sich gelassen hat, geht sie durch die Porta Marine, über die Umbertino-Brücke zum Corso Umberto. In regelmässigen Abständen wird die Prozession auch vom traditionellen Ruf der Träger begleitet: "Sarausana jè" (das heisst : "sie ist Syrakusanerin", was sie mit Stolz betonen), worauf der Chor antwortet: "Viva Santa Lucia"! Der schwarz gekleidete Zeremonienmeister gibt mit einer Glocke den Rythmus der Prozession an. Auch eine Musikkapelle begleitet den Umzug mit religiösen Melodien.
Etwa in der Mitte des Corso Umberto biegt die Prozession nach rechts in die Viale Regina Margherita, über die sie das Stadtviertel "Santa Lucia" erreicht, das gemeinsam mit Ortigia eines der historischen Viertel von Syrakus ist.
Am Fest nimmt auch die Luzia von Schweden teil, die Lichterkönigin, als die die Martyrerin aus Syrakus in Schweden verehrt und gefeiert wird. Viele der Gläubigen tragen grosse Kerzen, die in kurzer Zeit durch das tropfende Wachs den Strassenbeleg sehr rutschig machen, so dass die Pferde, die die Senatskutsche ziehen, Schwierigkeiten haben über die Steigung ins S. Luzia Viertel zu kommen. Schon lange vor Ankunft der Prozession hat sich der Platz vor der Kirche Santa Luzia, dem Zielpunkt des Umzugs, mit einer Menschenmenge gefüllt, die auf die Heilige warten und sich in der Zwischenzeit bei den Marktständen umsehen. Viele nützen die Gelegenheit auch zum Kauf von Weihnachtsgeschenken, denn auf diesem Markt, der nur zur Zeit des Luziafestes stattfindet kann man alles finden, von typischen Süssigkeiten über Spielwaren bis zu senatskutscheKleidungsstücken.
Die Prozession kommt dort etwa zur Abendbrotzeit an (Zeitangaben sind in Sizilien immer sehr flexibel) und auch hier wird sie wieder mit lauten Rufen, Beifall und einem Feuerwerk begrüsst. Die Statue nimmt dann ihren Weg zur Basilika S. Lucia al Sepolcro. Auf diesem Platz hat die Heilige der Tradition nach ihr Martyrium erleidet und ausser der Kirche befindet sich dort auch ein kleines 8-eckiges Gebäude, das Grab der hl. Luzia, unter dem die Heilige ursprünglich beerdigt war. Unter dem Platz befinden sich Katakomben und ein Gang, der die Kirche mit dem Grab verbindet. Dort befanden sich ihr Körper bevor er von dem byzanthinischen Feldherrn Giorgio Maniace nach Konstantinopel überführt wurde. Die Prozession endet mit dem Einzug der Statü in die Basilika. Dort bleibt sie eine Woche zur Verehrung der Gläubigen bis zum 20.Dezember, der"Ottava", an dem sie in einer neuerlichen Prozession wieder in den Dom zurückgebracht wird.

 

Ratgeber für Besucher

- Bedenken sie dass tausende Menschen an der Prozession teilnehmen. Wenn Sie gute Sicht haben wollen, ist es daher ratsam schon einige Zeit vor Beginn dort zu sein.

- Mit dem Auto zu fahren, ist waehrend der Dauer der Prozession ziemlich schwierig, da viele Strassen gesperrt sind und sich in den uebrigen Staus bilden. Wir empfehlen am "Molo Sant' Antonio" zu parken, aber auch dort findet man kurz vor Beginn nicht immer einen Parkplatz.

- Der Umzug dauert einige Stunden. Die Hoehepunkte sind der Moment, in dem die Statue der Heiligen aus der Kathedrale getragen wird (etwa um 15 Uhr) und  ihre Ankunft im S. Lucia Platz (etwa um 20.30 Uhr).

- Am S. Lucia Markt gibt es viele Staende, bei denen man ein Schnaeppchen machen kann.
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Text und Fotos: S.Leggio/Sicily-Holiday.com

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